De Biberpelz

Eine Diebeskomödie von Gerhart Hauptmann
niederdeutsche Fassung von Hans-Jürgen Ott
Regie: Willi Kühl


Inhalt

Mutter Wolffen will raus aus dem Klein-Klein der täglichen Plackerei. Sie hat Pläne: Den Hauskredit abzahlen, einen neuen Kredit aufnehmen, Ferienwohnungen bauen und damit endlich eine rentable Geldquelle erschließen. Aber dazu bedarf es natürlich eines gewissen Startkapitals. Hier und da eine kleine Finanzspritze außerhalb der Reihe, dann ließe sich schon eine solide Existenz aufbauen. Und Mutter Wolffen weiß: Wer im Leben vorankommen will, darf nicht zimperlich sein. Mit ehrlicher Arbeit allein ist noch niemand reich geworden. Ab und zu einen Rehbock schießen, auch ohne Jagdschein, oder ein paar Klafter Brennholz umlagern, das kann einem doch ernsthaft niemand ankreiden. Als Mutter Wolffen erfährt, dass der Rentier Krüger einen nagelneuen Biberpelz besitzt und auch ein Abnehmer bereits bei der Hand ist, tut sich die Gelegenheit auf, endlich einmal einen Schnitt zu machen, der sich lohnt. Aber ein Pelz, der über Nacht den Besitzer wechselt – ist das nicht lupenreiner Diebstahl? Andererseits träfe es mit dem Rentier Krüger ja beileibe keinen Armen. Oder bleibt geklaut immer geklaut, egal unter welchen Umständen? Da der Amtsvorsteher Wehrhahn Krügers Anzeige nur schleppend behandelt, spricht Krüger erneut vor. Diesmal ist auch Mutter Wolffen anwesend. Es kommt zu einer grotesken Verhandlung, die ins Leere läuft. Mutter Wolffen kann mit Pfiffigkeit jeglichen Verdacht von sich abwenden.

„Der Biberpelz“, die „Diebskomödie“ über kleinbürgerliche Selbstgerechtigkeit und sozialen Aufstiegswillen, ist Gerhart Hauptmanns meistgespieltes Theaterstück.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>